Neben Zucker enthalten einige Süßwaren und Getränke wie saure Drops, saure Weingummiprodukte oder Eistee bzw. Cola mit Zitrone häufig auch einen hohen Anteil an Zitronensäure.

Zitronensäure in Süßwaren und Getränken erhöhen das Risiko für Zahnschäden

Zitronensäure ist, mit Ausnahmen, als Zusatzstoff (E 330) für Lebensmittel zugelassen. Sie darf „quantum satis“ eingesetzt werden, d.h. in Mengen, wie sie bei guter Herstellungspraxis zu technologischen Zwecken nötig sind. Zitronensäure darf damit auch Süßwaren zugesetzt werden.

Der Universität in Zürich nach, ergaben deren Untersuchungen, das der pH-Wert des Speichels stark absinkt, beim Verzehr von Süßwaren mit hohem Zitronensäureanteil. Dies wiederum könne insbesondere bei Kindern, die häufig solche Süßwaren in großen Mengen verzehren, zu einer Herauslösung von Mineralstoffen aus dem Zahnschmelz und in der Folge zu schweren Zahnschäden führen. Gleiches sei auch beim häufigen Verzehr von Getränken mit hohem Zitronensäureanteil zu befürchten.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat das gesundheitliche Risiko von Süßwaren und Getränken mit hohen Zitronensäuregehalten bewertet. Das Institut stellt fest, dass die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen, was bereits früher bekannt war: Der Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Zitronensäuregehalt kann dazu führen, dass der Zahnschmelz angegriffen wird. Dabei ist es gleichgültig, ob die Zitronensäure natürlicher Bestandteil des Lebensmittels ist oder als Zusatzstoff zugesetzt wurde.

Dieser Effekt tritt auch bei anderen natürlichen Fruchtsäuren und bei zugesetzten Säuren wie Phosphorsäure (in Cola-Getränken enthalten); Kohlensäure, Ascorbinsäure (Vitamin C) etc. auf. Das Risiko der Zahnschmelzzerstörung vergrößert sich, wenn mit der Zitronensäure große Mengen von Zucker verzehrt werden.

Die vorliegen Daten erlauben es nicht, für Süßwaren und Getränke einen Zitronensäuregehalt festzulegen, der den Zähnen nicht schadet. Zu dieser Einschätzung kommt das Institut im Januar 2004 bzw. Februar 2005.

Den vollständigen Bericht (7 Seiten) der BfR findet mal als PDF.